Pressemeldungen korrekt zitieren oder einbetten

Bei Projekten von Kulturschaffenden wie Bands und Künstlern aber auch bei Veranstaltern taucht regelmäßig die Frage auf, wie Pressemeldungen aus der Zeitung urheberrechtlich akzeptabel zitiert werden können.

1. Artikel ist gedruckt und online erschienen

Das ist der einfachste Fall: es kann verlinkt werden. Dazu ist keine Zustimmung der verlinkten Seite erforderlich. Im Gegenteil: unter SEO-Aspekten ist das wie Bargeld.

Gestattet ist es außerdem einen Ausschnitt als deutlich erkennbares Zitat und eine kleine unleserliche Grafik („Thumbnail“) zu ergänzen. So macht das Google z. B. auch bei http://news.google.de. Einige Medien wehren sich dagegen, weil Google ja hier mit eingebettetem Inhalt Werbeeinnahmen erzielt, ohne den Quellen dafür zu zahlen. Aber unser Szenario hat mit Gewinnerzielungsabsicht nichts zu tun.

Beispiele:

2. Artikel ist nur gedruckt erschienen

Die Absicht ist, den Inhalt eines Mediums als Text – das mach aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung Sinn – vollständig auf der eigenen Internetseite zu veröffentlichen. Gelegentlich ist zu sehen, dass Zeitungsartikel eingescannt und veröffentlicht werde, oder dass Abonnenten  pdf-Datei kopieren und auf die eigene Internetseite oder in die Facebook-Timeline bringen. Das ist ganz klar: verboten!

Um solche Inhalte auf die eigene Seite bringen zu können ist die Zustimmung des Urhebers notwendig und zwar möglichst schriftlich.

Beispiel:

3. Grundsätzlich

Grundsätzlich, auch wenn es  wie im ersten Fall gar kein Kontakt zu einer Redaktion erforderlich ist, macht es Sinn, die Quelle der Information zu informieren und sich zu bedanken. Kultur und Kulturschaffende sind auf wohlwollender Presse angewiesen. Es spricht also nichts dagegen einfach mal anzurufen oder eine E-Mail an den oder die Verfasserin zu schicken oder entsprechende Hinweise auf der Internetseite zu ergänzen.