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Spenden – nicht nur zu Weihnachten

Wer jemals gemeinnützigen Organisationen gespendet hat, kennt das: die Zusendung von Spendenanfragen zu Weihnachten.

Aus aktuellem Anlass und wegen Anfragen aus dem Kundenkreis möchte ich persönlich zwei Aspekte beleuchten und Empfehlungen aussprechen:

1) Wem spenden?

Ich selbst spende an drei Gruppen von Organisationen:

  • Ganz naheliegend: Organisationen und Projekte, von denen ich bei der täglichen Arbeit profitiere, z. B.
    Die Mozilla Foundation (Firefox, Thunderbird)
    Wikimedia (Wikipedia)
    – The Document Foundation (Libre Office)
  • kirchliche Organisationen, die mein Vertrauen genießen
    – Gemeinde vor Ort
    Diakonie Katastrophenhilfe
  • Projekte, die ich persönlich kenne, bei denen es einen persönlichen Ansprechpartner und die 100%ige Sicherheit gibt, dass Spendengelder weitgehend 1:1 vor Ort ankommen. Dazu gehört z. B. ROKPA Deutschland e. V., ein Verein für den ich ehrenamtlich als Onlineredakteur tätig bin.
  • Empfehlen möchte ich außerdem ein Projekt des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e. V. auf dem Strüverhof in Hamm. Dort habe ich als freier Mitarbeiter eine afro-karibische Trommelgruppe für Kinder und Jugendliche aus dem In- und Ausland aufgebaut und betreue sie musikalisch weiter. Dazu werden noch Sponsoren gesucht –> Sponsoreninfo (pdf) mit Details wird auf Anfrage gern zugeschickt.

2) Unerwünschte Spendenbriefe wieder loswerden

Viele Spender sind genervt, weil Sie unerwünschte Post von den Spendenempfängern erhalten, oder – da Erstellung und Versand von Spendenbriefen gern extern vergeben wird und Adressen in die Hände von Adresshändlern fallen – weil sie sogar von ganz anderen Organisationen Post erhalten.

Sie haben gespendet und möchten, dass Ihre Spendengelder nicht für das Porto auf unnötigen Briefen verschwendet wird?

  • Informieren Sie die Spendenempfänger per E-Mail darüber, dass Sie der weiteren Zusendung von Informationen widersprechen. Machen Sie weitere Spenden davon abhängig, daß Sie nicht weiter behelligt werden.
  • www.robinsonliste.de
    Seriöse Organisationen gleichen Ihre Verteiler mit Robinsonlisten ab. Wer dort eingetragen ist, wird aus den Verteilern des Versenders entfernt (neudeutsch „ge-blacklistet“)
    Weitere Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Robinsonliste
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Linktausch-Anfrage von „Forex“

Anfragen in diesem Stil erhalten Kunden häufiger und fragen, was zu tun sei. Das ist erst mal positiv, denn Sie haben gelernt, dass Verlinkung positive Auswirkung auf das Ranking in Suchmaschinen haben kann.

Hallo,
Ich spreche im Namen eines internationalen Forex Unternehmen tätig.
Sie haben Büros in Düsseldorf und eine deutsche Website.
Ich wurde für die Gebiete von einem ähnlichen Interesse suchen, wenn
I sah http://fairtrade-lippstadt.de Ich frage mich, ob Sie in Betracht
ziehen, einen Text-Link auf Ihrer Website?
Bitte lassen Sie mich wissen, wenn Sie interessiert sind.
Wie Sie sehen können mein Deutsch ist nicht sehr gut so, wenn Sie in
Englisch antworten konnte ich wäre sehr dankbar,

Vielen Dank,
Francis

Die Frage ist schnell beantwortet: irrelevant, löschen.

Relevante Anfragen von Seitenbetreibern haben folgende Merkmale:

  • seriös (Kontaktdaten, Informationen über Absender und Betreiber)
  • thematisch verwandt
  • Interesse an redaktionellen Beiträgen, NICHT Linktausch oder simpler Textlink
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Ein Troll auf Qype – was tun?

Anruf auf dem Handy: gestern gab es eine negative Bewertung auf Qype. Was tun?

Fahrrad Schulte-Hostede auf Qype

Hintergrund:

Im Alltag der regionalen Kunden sind im Wesentlichen zwei Onlinedienste relevant, auf denen Kunden oder Besucher Bewertungen hinterlassen können: Qype und Google+ .

Hier eher zweitrangig und weniger verbreitet: Foursquare.

Wichtig für Betreiber von Internetseiten: die Bewertungen haben Einfluss auf das „Ranking“, also ganz grob gesagt, wie weit oben eine Seite im Suchergebnis erscheint. Qype-Bewertungen werden außerdem im Suchergebnis auf Google angezeigt.

Fahrradhaus Schulte-Hostede

Das Fahrradhaus Schulte-Hostede in Lippstadt ist in dieser Hinsicht ein Sonderfall:
es hatte schon 5 x 5 Sternchen, also volle Punktzahl, bevor das Thema Internet überhaupt auf dem Radar war! Damit lag das Unternehmen – ohne es zu wissen – in Lippstadt unangefochten an erster Stelle der positiven Kundenbewertungen.

Die sechsten 5 Sterne kamen dann von mir, nach einem Top-Deal und gutem Service. Erst später wurde ich gebeten, beim Thema Internet zu unterstützen.

Und dann kam ein Troll mit offenbar echt übler Laune, der eine Platten hatte. Schlauch und Mantel mussten erneuert werden. Nach einer Woche ein erneuter Platten und Bewertung der Fahrradwerkstatt mit nur einem Punkt. … “ trotz aufpumpen wurde es immer wieder platt“. Na so was!

Der Troll hatte nicht nur einen neuen Platten – also keine Reklamation – sondern für diesen Fall auch extra das Qype-Konto angelegt. Dies war die erste und einzige Bewertung.

Für einen Unternehmer ist so ein offensichtlicher Unfug natürlich schädlich, aber auch für Qype sind solche Bewertungen ebenfalls ein Problem: die Glaubwürdigkeit leidet.

Schritt 1 in jedem Fall: Kontakt mit dem Bewerter aufnehmen.

In diesem Fall wurde nicht öffentlich kommentiert, sondern eine direkte Nachricht an den Bewerter geschickt, mit der Bitte sich zu melden, um die Beschwerde zu prüfen. Immerhin hätte theoretisch eine Reklamation möglich sein können. Dass sich der unzufriedene Kunde nicht direkt meldet, sondern per Qype ist ein ganz anderes Thema.

Schritt 2: Beitrag als „bedenklichen Inhalt“ melden

Bei Schmähkritik, Beleidigung o. ä. kann eine Bewertung als „bedenklicher Inhalt“ gemeldet werden. [Details dazu auf Qype]

Schritt 3: E-Mail an feedback@qype.de

Ergebnis:
2 Tage nach der Beschwerde wurde die Bewertung auf Qype entfernt. Was nun der genaue Grund für die Rücknahme war, ließ sich nicht ermitteln. Aber es ist gut zu wissen, das Qype reagiert. Bei Google scheint es bisher noch keine Möglichkeit einer Intervention zu geben.

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Email-Newsletter einfach

Ein Mittelständler, Maschinen- und Anlagenbau, möchte erste Gehversuche mit E-Mail-Newslettern unternehmen.

Was braucht er? Er hat sich schon umgehört und viel gelesen über externe Dienstleister, seine Online-Agentur hat die Erweiterung seiner Typo3-Installation empfohlen, Angebote diverser Email-Marketingagenturen liegen auf dem Tisch, bei denen das Setup und die erste Vorlage schon 4stellig kostet. Dann kommt noch der befreundete Rechtsanwalt mit Datenschutz: werden nicht Daten an „Dritte“ weitergegeben, wenn wir z. B. mit Mailchimp, Rapidmail oder Retarus arbeiten?

Wir machen das anders:

  • Um wie viele Adressaten handelt es sich?
    Maximal 200, niemals mehr als 1.000.
  • Wie oft und was soll versendet werden?
    Maximal 1 x / Monat, relevante Neuigkeiten aus der Branche und aus dem Unternehmen (neue Installationen, Neuentwicklungen usw.)
  • Die Empfänger sind persönlich bekannt?
    Ja  es handelt sich um langjährige Geschäftsbeziehungen, keine B2C-Kontakte, unbekannte Personen, zugekaufte Adressen o. ä.
  • Was ist die Motivation? Wozu soll die Email „gut sein“?
    – Empfänger sollen sich an uns erinnern (Kundenbindung)
    – Fachkompetenz in dieser Branche schätzen (Reputation)
    – bei Interesse den Fachmann –> ANRUFEN

Und nun?

  • Wir verzichten (zunächst) auf aufwändige Software oder externe Dienste und kümmern uns zunächst um den Inhalt. Wir haben schließlich was zu sagen, möchten aber zunächst ausprobieren, wie die Resonanz ist, Erfahrung mit Arbeitsabläufen und Redaktion sammeln, statt uns mit Technik herumzuschlagen und viel Geld auszugeben.
  • Aus geeigneter Quelle, z. B. aus einem Warenwirtschaftssystem wird eine Tabelle exportiert  (Geschlecht, Nachname, E-Mail-Adresse fachlich verantwortlicher Mitarbeiter von Kunden) und als Excel-Tabelle abgespeichert
  • Mit einem Html-Editor wird eine einfachst formatierte Nachricht mit wenigen Bildern erstellt. Sie enthält folgende Elemente
    – persönliche Ansprache: „Sehr geehrte Frau …“
    – Hinweis auf Erstausgabe mit der Möglichkeit aus dem Verteiler auszusteigen
    – 3 bis 4 Nachrichten
    – jede Nachricht mit Ansprechpartner bei weiteren Fragen + Link zu  Produktinfo
    – Mit freundlichen Grüßen
    – Link auf Impressum + Hinweis auf Abmeldemöglichkeit
    – E-Mail-Adresse des Empfängers (wichtig, falls sich jemand abmeldet, oder antwortet, der die Nachricht durch Weiterleitung erhalten hat, Urlaubsvertretung usw…)
  • Die Nachricht wird per Copy und Paste in ein Word-Dokument kopiert, Serienfelder (Anrede und Email-Adresse des Empfängers) eingefügt und per Serienbrief-Funktion mit der Option E-Mail verschickt.

Tipps +  Tricks:

  • Mit Libreoffice geht das natürlich auch! Ich habe hier lediglich einen sehr typischen Fall beschrieben.
  • „nur Text“-Nachrichten können nach letztem Stand der Dinge nicht per Word/Excel versendet werden. Der Versand funktioniert nur im HTML-Format.
  • Für das Link-Tracking – der Kontrolle ob jemand geklickt hat – hängen wir einfach einen  Parameter an jeden Link, z. B. http://www.go2web.de/index.html?emailing=120206 und schauen ein paar Tage nach dem Versand in den Logfiles nach
  • Bei den Word-Einstellungen zur Verknüpfung des Dokumentes mit einer Verteiler-Tabelle ist die Voreinstellung eine Datenbank. Datein mit der Endung *.xls werden erst sichtbar, wenn man „alle Dateien“ anzeigen lässt. Das ist nicht witzig: an diesem Punkt kommen die meisten Anwender nicht weiter.
  • Versendezeitpunkt gut überlegen:
    – Freitag + Montag generell ungünstig
    – Spezialitäten der Branche berücksichtigen: z. B. Anwälte und Steuerberater haben oft Mittwoch nachmittags geschlossen, sind aber anwesend
  • „Sehr geehrte Damen und Herren“ vergessen.
    Wenn Sie die Person nicht kennen die Sie anschreiben wollen, lassen Sie es einfach. Dies gilt auch für Email-Adressen wie info@*, webmaster@*, kontakt@*
  • Klare Ziele: wenn Sie nicht sicher sind, wozu die Email gut sein soll, lassen Sie es bleiben. Die Motivation eines Marketingleiters: „wir müssen pro Quartal mindestens einen Newsletter raushauen“ reicht nicht, führt ggf. zu Enttäuschung oder sogar Ärger beim Kunden und zu einem Imageschaden für das Unternehmen.
  • Wenn international verschickt wird, sorgen Sie bei der Angabe von Telefonnummern dafür, dass Mitarbeiter
    – die entsprechende Sprache beherrschen
    – erreichbar sind –> Zeitverschiebung berücksichtigen!
  • Betrachten Sie den Newsletter als eines von vielen Elementen der News-Distribution. Also: ERST der Inhalt, z. B. ausführliche Nachrichten auf der Website, DANN die Verbreitung über Newsletter, RSS-Feeds, soziale Netzwerke.
  • Mitarbeiter informieren!
    Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter in die Verteilerliste auf, damit sie richtig reagieren können, falls die erwünschte telefonische Rückmeldung eintrifft. Möglichst eine Strichliste führen, und nach einer Woche abfragen, wie viele Rückmeldungen erfolgt sind.

Rat und Tat –> Kontakt

Gern unterstütze ich Sie bei der Konzeption aktueller Inhalte und deren Verbreitung, erstelle mit Ihnen vor Ort den ersten Email-Newsletter und begleite Versand sowie Qualitätskontrolle.

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Artikel in der Badischen Zeitung über gekaufte Facebook Fans

Am 23.01.2012 erschien in der Badischen Zeitung ein lesenswerter Artikel von Charlotte Janz unter dem Titel:
Fans zum Sparpreis – Der Kauf von „Gefällt mir“-Klicks für die eigene Unternehmensseite auf Facebook ist einfach und billig, aber rechlich zweifelhaft. In Kurzfassung: Finger weg! Nicht mal daran denken! Hier der Link zur Online-Ausgabe der Badischen Zeitung des Artikels.

[Update 01.06.2012] 1000 Likes zum “Stückpreis” von nur 19,98 Euro – Fischmarktangebote für Social Media

Rat und Tat: –> Kontakt

Gern unterstütze ich Sie mit Rat und Tat bei den ersten Schritten in die Welt der sozialen Netzwerke und biete folgende Dienstleistungen dazu an:

  • einmalige Vorträge, Seminare, Workshops
  • kontinuierliches Training
  • technische und redaktionelle Konzeption
  • Einzelberatung von leitenden Mitarbeitern und Onlineredakteuren
  • kritische Prüfung vorhandener Mediapläne, Angebote und Konzepte
  • Onlineredaktion und Betreuung von Accounts