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Onlineredaktion

Facebook und die DSGVO

Bisher war der Stand der Erkenntnisse, dass Facebook auf die DSGVO positiv reagiert, um sie sogar weltweit „im Geiste des europäischen Datenschutzes“ anzuwenden.

Heise.de berichtet nun unter Berufung auf Reuters von einem bemerkenswerten Sinneswandel: Facebook zieht mit 1,5 Milliarden Nutzern, die bisher im Irischen Rechenzentrum gespeichert wurden in die USA, um zu verhindern, dass die Nutzerdaten unter die neue Datenschutzgrundverordnung fallen.

Das Datenschutzverhalten von Facebook war bisher schon gruselig genug, Stichwort Cambridge Analytica. Mit dem Abschied aus Europa dürfte der Einsatz von Facebook in der Unternehmenskommunikation, ob mit Kunden oder Mitarbeitern, nun aber tabu werden.

Empfehlung: Energie nachhaltig in eigene, individuelle und relevante Inhalte („unique content“) auf der eigenen Internetseite investieren und Facebook möglichst bald den Rücken kehren. „Content ist king“ ist einer der wenigen Sprüche aus der Internet-Steinzeit, der bis heute unvermindert gültig geblieben ist.

Weitere Neuigkeiten zum Thema:

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Onlineredaktion Wordpress

Test Soundcloud und WordPress

Das ist ja mal wieder schön einfach: einfach einen Link aus Soundcloud hier einfügen und schon haben wir das Ergebnis:

Kein Code-/Player-/Plugin-Gefrickel. So soll das sein. Bei Bedarf wird automatisch auf Facebook,  Tumblr und Twitter gepostet.

Es handelt sich übrigens um einen „Hidden Track“ auf der letzten CD „Rifugio“ von Crystal Silence Network (1999 – 2009), aufgenommen im Camarillo Sound Studio von Benny Mokross. „Gespielt“ wird auf 2 uralten Kino-Klappstühlen. Das einzige garantiert Gema-freie Beispiel, dass für diesen Test zur Verfügung stand ;-)

Alternative:

Es kann für die Audio-Einbindung auch ein WordPress Upgrade verwendet werden, dass allerdings mit 20 $ / Jahr zu Buche schlägt.

Beispiel: Hörbeispiele auf der neue Internetseite des Jazz-Latin-Rock’n’Roll – Trios „Hightones“ aus Hamburg.

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Onlineredaktion

Quellcode = Quälcode? Html prüfen ohne Programmierer

Für Anwender von Homepagebaukästen und Redaktionssystemen, die nicht über Programmierkenntnise und HTML-Grundkenntnisse verfügen:

Ein Kunden von 1&1, der schon mit einem 1&1-Homepagebaukasten angefangen hat fragt an, warum er mit einem bestimmten Begriff (Neuraltherapie) nicht so gut gefunden wird, wie mit anderen Therapieformen, die auf seiner Internetseite gleichwertig beschrieben werden.

Die „Einführung in die Suchmaschinenoptimierung“ von Google wurde gemeinsam durchgegangen. Die grundsätzlichen Kenntnisse über das vorkommen relevanter Begriffe in Inhalt, Überschriften, URL und Metatags sind nun vorhanden.

Die auf dem Bildschirm sichbaren Dinge, z. B. den Inhalt zu prüfen ist auch für Laien kein Problem, aber wie sieht das bei den „unsichtbaren“ Elementen, z. B. der Meta-Description oder Überschriften aus?

Wie prüft nun ein technisch nicht versierter Anwender solcher Homepagebaukästen, ob Felder seines Redaktionssystems korrekt im Code der Seite wiedergegeben werden?

1. Quellcode aufrufen

Dazu ist es zunächst erforderlich, sich den sogenannten Quellcode einer Seite anzusehen, wie er vom Redaktionssystem erzeugt und dem Besucher einer Seite übermittelt wird. Dazu rufen wir einfach die zu prüfende Seite im Browser auf. Anschließend:

  • Firefox
    Strg + U oder
    Extras –> Web Entwickler –> Seitenquelltext anzeigen
  • Internet Explorer
    Ansicht –> Quellcode

2. Quellcode prüfen

Als Beispiel nehme ich nun eine eigene Seite:
http://www.go2web.de/suchmaschinenoptimierung.html

2.1 Seiten-Header

Zunächsten prüfen wir den sogenannten Header einer Seite. Der fängt mit <head> an.  Hier suchen wir das Title-Tag:

<title>Suchmaschinenoptimierung (SEO) und 
suchmaschinenoptimierte Onlineredaktion</title>

und die Meta-Description:

<meta name="description"
content="ON-Page und OFF-Page Optimierung für
Internetseiten: Analyse, Priorisierung und anschließend 
Konzeption von Maßnahmen." />

Wenn die Tags schwer zu finden sind, kann – wie in den meisten anderen Programmen auch – mit Strg+F danach gesucht werden.

Das Title-Tag sollte nun mit ca. 65 Zeichen den Titel der Seite enthalten. In der Meta-Description sollte mit 150 Zeichen der Inhalt der Seite beschrieben werden, ohne den Titel zu wiederholen.

Da es bei der o. g. Frage um eine Seite ging, auf der die Neuraltherapie ein zentrales Thema ist, sollte der Begriff auch in den Metatags auftauchen. In dem hier beschriebenen Beispiel wurde der entscheidende Fehler schon an dieser Stelle gefunden: die Seite hatte in einer vorherigen Version einen anderen Themenschwerpunkt und die entsprechenden Elemente im Redaktionssystem waren versehentlich nicht angepasst worden.

2.2 Seiten-Inhalt

Natürlich sollen die wichtigen Begriffe im Fließtext der Seite erscheinen. Wichtig in dem Zusammenhang sind besonders die Überschriften:

<h2>Überschrift</h2><

Ein Begriff, der in einer Überschrift (h) steht, wird von Suchmaschinen als wichtiger erachtet als ein Begriff, der nur in einem Absatz <p> vorkommt.
Häufig zu finden und nicht förderlich:

<p class="ueberschrift2>Überschrift</p>
<p style="font-weight:bold; font-size="1 em;">Überschrift</p>

So etwas wird von Suchmaschinen nicht als Überschrift wahrgenommen.

Bilder können ebenfalls genutzt werden, um einen wichtigen Begriff zu unterstützen. Dies unterbleibt leider häufig unter dem Zeitdruck bei der Erstellung von Seiten oder hat technische Gründe. Der Dateiname und das Alt-Tag eines Bildes dürfen den Suchbegriff enthalten. Das Titelbild auf der Seite http://www.go2web.de/suchmaschinenoptimierung.html sieht z. B. im Quelltext so aus:

<img src="images/head/suchmaschinenoptimierung.jpg"
 alt="Suchmaschinenoptimierung" />

Das Beispiel hinkt allerdings, weil auf dem Bild nichts zu sehen ist, was mit Suchmaschinenoptimierung zu tun hat.

Quellcode in Gänze auf Fehler prüfen

Für die Überprüfung der Code-Qualität stehen außerdem folgende kostenlose Werkzeuge zur Verfügung:

Dort wird einfach eine Internetadresse eingegeben und das Ergebnis geprüft. Ob Redaktionssystem oder individuelle Programmierung: hier sollte kein Fehler auftauchen.

Rat und Tat –> Kontakt

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Onlineredaktion Suchmaschinenoptimierung

Mindestanforderung bei Struktur und Verbreitung aktueller Inhalte

Planen Sie für Ihre Internetseite aktuelle Inhalte („Aktuelles“, „News“) oder möchten Sie die  Struktur vorhandener Inhalte optimieren? Nach einem gestrigen Beratungsgespräch stelle ich hier – aus meiner Sicht – Mindestanforderungen an die Struktur aktueller Inhalte zusammen. Auch in Abstimmung von Maßnahmen mit einer Agentur oder Programmierern sollten die folgenden Komponenten und Stichworte nicht fehlen.

Komponenten einer aktuellen Nachricht

  • URL („Adresse“): sprechend und eindeutig
    – also z. B. domainname.de/aktuell/titel-der-nachricht-id
    – id = fortlaufende Nummer um Dopplungen zu vermeiden
    – Titel der Nachricht, aus der Überschrift ca. 4 Wörter
  • Überschrift
  • Kurzfassung
  • Details / Langfassung mit Absätzen, Bildern und Zwischenüberschriften
  • Link oder Bezug zu Produkten oder Dienstleistungen
    Aktuelle Nachrichten sind kein Selbstzweck. Sie dürfen ein Ziel haben: Kontaktaufnahme, Produktinformation, Dienstleistungsangebot
  • Title-Tag
    ca. 70 – 80 Zeichen möglichst individuell erstellen, notfalls automatisch aus der Überschrift
  • Meta-Descriptioin
    ca. 180 Zeichen möglichst individuell erstellt, notfalls automatisch aus den ersten 180 Zeichen der Kurzfassung

Ganz allgemein sollten die Hinweise aus Googles „Einführung in die Suchmaschinenoptimierung“ beachtet werde.

Die Nachrichten-Übersicht

Die Übersicht der Nachrichten (z. B. domainname.de/aktuell) enthält 8 – 10 Nachrichtem im Kurzformat:

  • Überschrift (mit Link auf die Langfassung)
  • Kurzfassung
  • optional:
    – Bild, ebenfalls mit Link auf Langfassung
    – „mehr“ ebenfalls mit Link auf Langfassung
  • Beispiele: HeiseRechtsnews eines meiner früheren Projekte bei LexisNexis (bis 2009)

Verbreitung der Nachrichten über die reine Publikation hinaus

  • RSS-Feed bereitstellen
    mit den Elementen Datum, Titel und Link, optional mit Kurzfassung
    Beispiele: dieser Blog, Rechtsnews, Heise
  • RSS-Feed in Seitenheader integrieren, Beispiel:
    <link rel="alternate" type="application/rss+xml" title="Online # Kommunikation Hermsen Lippstadt &raquo; Feed" href="http://hermsen.info/feed/" />
  • News-Sitemap bereitstellen:
    eine spezielle Liste, einem RSS-Feed ähnlich, die Google hilft, aktuelle Inhalte möglichst schnell aufzufinden und zu indizieren. Diese News-Sitemap kann über Google-Webmastertools angemeldet werden.
  • die aktuellsten 2 – 3 Nachrichten, oder die wichtigsten auf die Startseite
  • wenn eine Nachricht einen Bezug zu einem Produkt oder einer Dienstleistung hat: dort ebenfalls die dazu passende aktuelle Nachricht darstellen.

Diese Hinweise mögen banal klingen, aber es gibt massenhaft Internetseiten, die zwar wertvolle aktuelle Inhalte publizieren, aber auf gängige Methoden verzichten, Nutzern und Suchmaschinen den Zugang  zu erleichtern.

Verknüpfung aktueller Nachrichten mit Konten in sozialen Netzwerken

Es gibt zahlreiche Schnittstellen und Verknüpfungen sozialer Netzwerke (Facebook, Twitter, Google+ …) untereinander. Eine sehr einfache Lösung ist es den vorhandenen RSS-Feed zu nutzen. Dazu brauchen wir:

  • einen Account bei Twitterfeed
    dort geben wir die Adresse des RSS-Feed ein
  • einen Dienst für kurze URLs wie z. B. bit.ly
    und verknüpfen den mit Twitterfeed
  • Konten z. B. bei Twitter und Facebook
    die wir mit Twitterfeed verbinden

Ergebnis: sobald eine aktuelle Nachricht verfasst und per Redaktionssystem, WordPress o. ä. gespeichert wird, aktualisiert sich der RSS-Feed und die Nachrichten stehen automatisch in den entsprechenden Netzwerken bereit.

Rat und Tat

Bei Fragen rund um dieses Thema oder Bedarf nach praktischer Unterstützung freue ich mich auf Ihre Rückmeldung.

Akuter Bedarf wird sich aus dem letzten Update von Google mit der Aufwertung aktueller Nachrichten ergeben.